Bild der Schule sommer

Der optimale Ort für einen guten Gartenbauunterricht ist der Schulgarten selbst. Dieser Gedanke war bestimmt richtungsweisend, als die Idee geboren wurde, inmitten des Gartens einen Raum zu schaffen, in dem besonders bei schlechtem Wetter oder auch in der „Nebensaison“ theoretische Grundlagen für die Arbeit im Garten vermittelt werden können. Und so sollte der alte Bauwagen, der am Rand des Schulgeländes ein tristes Dasein fristete, eine neue Funktion und einen neuen Standort im Schulgartenn neben dem Folientunnel für Tomaten und Paprika bekommen.

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Bevor der Umzug vollzogen werden konnte, waren allerdings einige Vorarbeiten nötig. So hat Susanne Meyer als Gartenbau-Lehrerin mit tatkräftiger Unterstützung der Schülerinnen und Schüler der Klasse 2/3, 4/5, 6/7 und 8/9 besonders in der Projektwoche zunächst den Standort ausgekoffert und dann eine feste Stellfläche gepflastert. Der Bauwagen selbst musste im Bereich der Reifen frei gebuddelt werden. Die vergangenen Jahre hatten ihre Spuren hinterlassen und so waren die Räder mehr und mehr im Boden versunken. Schnell wurde deutlich, dass sich einer der Reifen in einem derart desolaten Zustand befand, dass Ersatz beschafft werden musste. Der notwendige Reifenwechsel war geeignet, die Gesetzmäßigkeiten der Hebelkraft praktisch zu erfahren: Da die stark angerosteten Muttern nicht einfach mit normalen PKW-Bordwerkzeug zu lösen waren, musste ein riesiges Radkreuz aus dem Landmaschinenbereich mitsamt langer Eisenstange Verwendung finden.

 

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Nach diesen umfangreichen Vorbereitungen sollte der eigentliche Umzug an einem leicht regnerischen Tag in den Herbstferien erfolgen. Als Zugmaschine diente ein Hanomag aus dem Jahr 1958. Dieser für heutige Verhältnisse sehr, sehr kleine Trecker war durchaus fähig, das künftige Gartenbau-Klassenzimmer aus seiner Versenkung heraus in Richtung Schulgarten zu ziehen! Auf dem Weg zu seinem neuen Standort hatte der Bauwagen einige enge Passagen zu meistern. Hier war millimetergenaues Rangieren gefragt, was die Zuschauer*innen der Aktion insbesondere in der Nähe zum Fachwerkhausdach und auch zum Foliengewächshaus immer wieder zum Luftanhalten brachte! Anzumerken bleibt, dass letztlich alles gut gegangen ist, der Bauwagen einen hervorragenden neuen Platz gefunden hat und nun auf seinen Ausbau zum Klassenraum wartet.

Text: Ina Lankenau Fotos: Ina Lankenau, Susanne Meyer

 

In den Wochen vor den Sommerferien hatte die Klasse 4/5 ihre praktische Hausbauepoche. In den geteilten Gruppen wurde fleißig gewerkelt und ein Hühnerstall errichtet. Erst musste das Fundament ausgehoben werden. Darauf kam ein dickes Pflaster als Bodenplatte – kein Fuchs sollte sich hier durchgraben können. Den Fachwerk-Rahmen darauf errichteten Eltern an einem Wochenende als solide Basis für die Holzwände. Mit den sägerauhen Brettern des Schafstalls wurden drei Seiten geschlossen. Ein großes gespendetes Fenster an der Südseite lässt viel Licht ins Innere. Die vierte Seite wurde als Fachwerk ausgemauert.

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Nach Michaeli ist der Martinstag am 11. November das zweite Fest, das dazu beitragen kann, die Kinder auf Weihnachten vorzubereiten.

Zu diesem Gedächtnistag studierte Klassenlehrerin Monika Freiling mit ihrer Klasse 2/3 ein Theaterstück zum Thema Mut ein. So übten die Schüler*innen seit den Herbstferien in der Schule wie auch zu Hause jeder fleißig den Text ihrer Rolle für das Martinsspiel.
Auch das Begleiten des Stücks mit Gesang und Instrumenten wurde im Outdoor-Musikunterricht mit Musiklehrerin Inga Bulling immer wieder geprobt.
Martinsspiel   Kopie

„Wie war es heute in der Schule?“– „Schön!“ antwortet meine achtjährige Tochter mir jeden Mittag fröhlich. Viel mehr kommt nicht. Da muss ich schon nachhaken. Wie ist das mit dem Mund-Nasen-Schutz im Bus, in den Fluren und sanitären Anlagen der Schule, wie mit den Abstandsregeln und wie funktioniert es, dass die Kinder zur Zeit nur in einem kleineren Bereich des Schulhofs in Klassen-Kohorten für sich spielen dürfen? “Gut. Kennen wir ja schon“, so die kurze knappe Antwort. Keine Spur von Verunsicherung oder Schulunlust. Normalität also im Schulalltag?

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