Schule im Herbst

Bereits seit 1987 bestand ein Waldorfkindergarten in der Samtgemeinde, seit 1997 dann mit dem Standort in Engeln. Es entflammte immer wieder der Wunsch, eine Waldorfschule zu gründen, um das, was im Kindergarten angelegt wurde, in der Schulzeit weiter zu entwickeln. Im Frühjahr 2003 nahm die Idee Form an. Im Januar 2004 hatten sich bereits 20 bis 25 Personen zusammengefunden, um sich für die Schulgründung einzusetzen. Die engagierten Eltern kamen nicht nur aus der unmittelbaren Umgebung, sondern es hatte sich schon bis Syke, Seckenhausen, Kirchweyhe, Bassum, Sulingen und Nienburg herumgesprochen, dass das Entstehen einer in der gesamten Region seit langem fehlenden Waldorfschule verwiklicht werden sollte. In wöchentlichen Treffen im Kindergarten in Engeln wurde Pionierarbeit geleistet mit sachkundiger Unterstützung eines erfahrener Waldorflehrers, der sich als Gründungsberater einbrachte.

Am 30. April 2004 wurde mit 26 Personen der Schulverein gegründet, der zur Basis und Trägerschaft der weiteren Schulentwicklung wurde. Zunächst entschied man sich für den Standort Syke. Von dort aus wurden Vorträge organisiert, Kontakte zu allen Institutionen der verantwortlichen Waldorfeinrichtungen intensiviert, eine Patenschule gesucht und in Ottersberg gefunden. Wir nahmen Kontakt zur Landesschulbehörde auf und suchten neben geeigneten Räumlichkeiten nach einer engagierten Gründunslehrer-Persönlichkeit.

Im Mai 2005 wurde festgestellt, dass trotz intensiver Bemühungen eine Gründung in Syke aussichtslos sei. Der Wunsch, Bruchhausen-Vilsen als Schulstandort zu wählen, bekräftigte sich durch Gespräche mit dem damaligen Bürgermeister, Herrn Wiesch. Wohlwollend unterstützte er die Initiative und in der "Heimatstube" wurde dann die Schule gegründet. Unter diesen veränderten Voraussetzungen ging die Initiative erstmals wieder an die Öffentlichkeit mit einem Kennenlernnachmittag. Es folgen Vorträge und Mitmachangebote für Kinder.

Mittlerweile hatte sich ein kleines Lehrerkollegium zusammengefunden, das die Schulleitung und die Fächer Malen, Handarbeiten, Eurythmie und Spielturnen übernehmen wollte. Im Frühjahr 2006 konnten wir Ursula Nicolai, eine Lehrerin mit langjähriger Waldorferfahrung, als Gründungslehrerin für unsere Schule gewinnen. Wir erhielten die Genehmigung durch die Landesschulbehörde und wurden in die Landesarbeitsgemeinschaft der Niedersächsischen Waldorfschulen aufgenommen. Die Schulaufnahme der ersten 16 Kinder begann. Bis zum ersten Schultag am 1. September 2006 renovierten Eltern und Beirat mit Elan die Schulräume. Im Jahr 2013 verließ Ursula Nicolai die Schule, um sich mehr der Lehrerfortbildung zu widmen. Nach einigen Wechseln in der Schulleitung hat nunmehr Jacqueline van Wijk diese Aufgabe übernommen.

In den Folgejahren brachte sich der Arbeitskreis Ideenwerkstatt mit viel Initiativkraft und Gestaltungswillen in den weiteren Aufbau der Schule ein und suchte gleichermaßen das Gespräch mit Eltern und Lehrern für die Etablierung einer Schulstruktur. So entwickelte dieser Arbeitskreis einen Elternratgeber mit Hinweisen zu den verschiedenen Arbeitskreisen und warb um aktive Mitarbeit der Schuleltern. Der AK Ideenwerkstatt initiierte zudem ein Treffen mit interessierten Schuleltern, das Ausgangspunkt für die  Konstituierung der Schulgemeinschaftskonferenz (SGK - siehe Schulstruktur) werden sollte. Die Aufgaben der Ideenwerkstatt sind sozusagen auf die SGK übergegangen, so dass die Arbeit der Ideenwerkstatt im Herbst 2018 von der SGK übernommen werden konnte. Im Herbst 2018 löste sich der AK Ideenwerkstatt auf. Wir danken an dieser Stelle Britta Boettcher, Insa Glindemann, Luise Gündel sowie Carola Siemers für ihr Engagement.

Inzwischen vergrößerte sich unsere Schule. Damit sie mit ihrem besonderen pädagogischen Konzept weiter wachsen kann, braucht sie ideelle, praktische und auch finanzielle Unterstützung.