Schulgebäude im Frühling

FahhradprüfungEs war schon ein besonderes Erlebnis, als 22 Kinder mit ihren Fahrrädern auf dem Schulhof in einer Reihe hintereinanderstanden. Nachdem der richtige Sitz der Helme überprüft wurde, konnte es losgehen. Einer nach dem anderen übte zunächst das Wichtigste beim Radfahren: den Schulterblick über die linke Schulter. Gar nicht so einfach, sich wirklich nach hinten umzuschauen und dabei das Gleichgewicht zu halten. Auch das Herausstrecken eines Armes, um das Abbiegen anzukündigen, erfordert Konzentration und ein gutes Körpergefühl.

Nachdem der Anfang getan war, starteten wir in kleinen Gruppen à vier bis fünf Schülern/innen. Jede dieser Gruppen wurde von einem Erwachsenen durch den Straßenverkehr begleitet. Herr Marco Niemann, Beauftragter für Radfahrprüfungen des Landkreises Diepholz, wies alle Begleitpersonen (Eltern der Klasse) ein und übernahm die erste Gruppe. Alle anderen Gruppen folgten im zweiminütigen Abstand und fuhren durch Bruchhausen-Vilsen.

Geübt wurde das Verhalten beim Überqueren eines Zebrastreifens, einer Ampelkreuzung, einer Straßenkreuzung, eines Kreisverkehres und das Abbiegen nach rechts und links. Dabei galt es, sich zu vergewissern, dass die anderen Verkehrsteilnehmer mich als Fahrradfahrer wahrnehmen, bevor ich eine Straße überquere. Denn selbst, wenn ich Vorfahrt habe, kann ich übersehen werden.

Alle Kinder wissen nun, dass gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr oberstes Gebot hat und auch kein Wettrennen auf der Straße stattfindet.
Dann folgte zehn Tage nach den ersten Übungstagen die Radfahrprüfung. Aufgeregt erwarteten alle, dass sie an die Reihe kamen. Jetzt mussten sie die bekannte Strecke ganz alleine fahren und zeigen, was sie gelernt hatten. Nach drei Stunden war es dann so weit: Herr Niemann verkündete: „Ihr habt alle die Radfahrprüfung bestanden!“ Der freudige Aufschrei war recht leise, so angespannt waren die Schüler/innen noch, doch allen viel ein Stein vom Herzen.
Text und Fotos: Monika Freiling