Bild der Schule sommer

Welche Faktoren spielen bei der Entstehung von Gesundheit eine entscheidende Rolle und wie kann man Gesundheit und Wohlbefinden erhalten? Mit diesen Fragen beschäftigte sich Aron Antonovsky (1923-1994) in seinem Konzept zur Salutogenese (Gesunderhaltung).

In einer immer älter werdenden Gesellschaft kommt diesen Aspekten eine immer wichtigere Rolle zu. Risikofaktoren für eine beeinträchtigte Gesundheit können in schlechter Ernährung und Bewegungsarmut liegen. Aber auch die Qualität sozialer Beziehungen und ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Aktivität und Kontemplation nehmen Einfluss auf die Gesundheit eines Menschen. Diese Erkenntnis greift die Waldorfpädagogik auf und versucht in ihrer Unterrichtsgestaltung einen ausgewogenen Rhythmus zwischen Aktivität und Passivität, Konzentration und Kontemplation sowie Anspannung und Entspannung auszugleichen. Diesen Zusammenhang zwischen seelischen und physiologischen Vorgängen greift die Waldorfpädagogik in ihrer Unterrichtsgestaltung bereits im morgendlichen Hauptunterricht mit einem aktivierenden Teil, dem später kontemplative und intellektuell fordernde Inhalte folgen, auf.

Uns ist es wichtig, dass Kinder früh ihre Selbstwirksamkeit, die Sinnhaftigkeit ihres Handelns und ein Gefühl der Verbundenheit (Kohärenz) mit ihrer Umwelt erfahren. So können sie später aktiv ihre Gesundheit und Stressresistenz erhalten.