Bild der Schule sommer

Wer gut stricken kann, schult seine Feinmotorik und entwickelt Konzentrationsfähigkeit sowie intellektuelle Wachheit. Jede feine Bewegung formt das Gehirn differenziert. Kurzum: Wer gut stricken kann, wird später auch gut rechnen können. Und wer einen Holzschemel bauen kann, der brauchbar ist und schön zugleich, wird später auch seine Aufsätze gut gliedern können. Die neuesten Ergebnisse der Lernforschung und Neuropädagogik bestätigen inzwischen diese in der Waldorfschule seit Jahrzehnten praktizierten Grundsätze. Das ausgewogene Zusammenspiel von Denken, Fühlen und Wollen im täglichen Unterricht ist eine gute Vorbereitung auf das spätere Leben. Sitzen bleiben gibt es nicht, wohl aber individuelle Leistungsanforderungen - kein Kind soll sich gedemütigt fühlen, wohl aber in seinen Fähigkeiten gesehen und gefördert werden. Unsere Waldorfschule ist eine Schule mit Gesamtschulcharakter. Dies wird in einer Klassengemeinschaft ermöglicht, in der die Kinder und Jugendlichen über viele Schuljahre hindurch zusammen lernen. In diesem sozialen Lernfeld können die Heranwachsenden ihre Offenheit und Toleranz bewahren lernen. Das Unterrichten und Lernen passt sich der geistig-seelischen Entwicklung der Kinder und Jugendlichen an. Autoritäten und der eigene Standpunkt wollen hier erfahren werden. Die Schule wird zu einem Lebensraum, in dem der Sinn für lebenslanges Lernen angelegt wird. So wird die Schulzeit ein prägender Teil der Biografie.