Schulgebäude im Frühling

Herr LeßmannInformativ und unterhaltsam war unsere Abendveranstaltung am 25. Februar 2016 mit Andreas Leßmann von der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen in Niedersachsen und Bremen. Sehr anschaulich informierte er über die  Wege zu den möglichen staatlichen Abschlüssen an Waldorfschulen. Gespickt mit  Beispielen aus seiner langjährigen Berufspraxis überzeugte Leßmann die anwesenden Eltern, Schüler und Lehrer. Selber Lehrer an der FWS Ottersberg, konnte er so manche Geschichte erzählen, was die doch stellenweise eher dröge Materie gut auflockerte.

Rege Zustimmung erhielt Leßmann als er betonte, dass die Freien Waldorfschulen ihre Kinder darin fördern, sich selbst zu erkennen. Den eigenen Platz in der Welt zu sehen, in die sie "geworfen" sind, sei wesentliche Aufgabe der Schule. Die Persönlichkeitsentwicklung stehe im Vordergrund waldorfpädagogischer Arbeit.

 

An den Waldorfschulen sind unterschiedliche Abschlüsse möglich. Das reicht vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur. Die Weichen für den ein oder anderen Abschluss stellen sich nach dem Ende der elften Klasse. Auch Schüler, die niedrigere Schulabschlüsse als das Abitur erlangen, gehen zwölf Jahre zur Schule. "Es tut der Entwicklung der Kinder gut, zwölf Jahre zu nutzen", so Leßmann. Eine anwesende Mutter, die selber als Ausbilderin tätig ist, betonte, dass Ausbildungsbetriebe in den vergangenen Jahren immer mehr dazu übergegangen seien, Auszubildende einzustellen, die älter als 18 Jahre sind. Jüngere Azubis seien oft noch zu unreif und noch nicht ausbildungsfähig. Auch das spreche ja für mindestens zwölf Jahre Schulzeit.

 

Andreas Leßmann hob hervor, dass die Waldorfschülerinnen und -schüler in der Wirtschaft einen guten Ruf haben und sehr gerne als Auszubildende genommen werden. Und dass ein Waldorfschüler auch in Naturwissenschaften glänzen könne, sei inzwischen auch bekannt.

 

Andreas Leßmann gab den Anwesenden immer wieder die Möglichkeit für Nachfragen, so dass sich interessante Gesprächsstrecken entspannten. Auch nach dem Vortrag wurde noch lebhaft weiterdiskutiert. Herzlichen Dank an Herrn Leßmann für den informativen Abend!